Wo übernachten in Paris: Arrondissements im Vergleich und was du sehen musst

Für einen ersten Paris-Besuch übernachtest du am besten zentral: im Marais, im Quartier Latin oder in Saint-Germain-des-Prés, wenn das Budget es zulässt, rund um Opéra und die Grands Boulevards, wenn du gute Verbindungen und Kaufhäuser willst. Ruhiger und günstiger wohnst du im 15. Arrondissement, lebendiger am Canal Saint-Martin. Drei bis vier Tage reichen für die Klassiker.

Paris in Arrondissements: so funktioniert die Stadt

Paris ist in 20 Arrondissements aufgeteilt, die sich wie eine Schnecke vom Zentrum nach außen drehen. Je kleiner die Nummer, desto näher am Louvre und an der Seine. Weil die Metro dicht und schnell ist, ist ein Hotel im 10. oder 15. Arrondissement aber kein Nachteil – wichtiger ist eine Station in der Nähe.

Wo übernachten in Paris: die Viertel im Überblick

ViertelCharakterPasst zu
Le Marais (3./4.)Älteste Gassen, Boutiquen, Falafel, LGBTQ-SzeneErstbesuch, Bummeln
Quartier Latin (5.)Studentisch, Buchläden, günstig essenKleines Budget, zentral
Saint-Germain-des-Prés (6.)Literarische Cafés, schick, teuerPaare, Genießer
Opéra & Grands Boulevards (9.)Haussmann-Prunk, Kaufhäuser, viele MetrolinienShopping, kurze Wege
Montmartre (18.)Hügel, Treppen, KünstlerflairRomantik; viel bergauf
Canal Saint-Martin (10.)Hipster-Cafés, Picknick am WasserJunge Reisende
15. ArrondissementWohnviertel, Märkte, Parc André-CitroënFamilien, ruhige Nächte

Zwei Hinweise: Rund um die Bahnhöfe Gare du Nord und Gare de l’Est (Grands Boulevards und 10. Arrondissement) ist es praktisch, wenn du mit ICE, TGV oder Eurostar ankommst, aber auch laut und hektisch. Pigalle ist das frühere Rotlichtviertel mit dem Moulin Rouge – heute angesagt, aber nachts nicht jedermanns Sache. Das 8. Arrondissement rund um die Champs-Élysées ist Luxus pur und entsprechend teuer.

Sehenswürdigkeiten in Paris, die du nicht verpassen solltest

Rund um die Seine-Inseln

Auf der Île de la Cité steht Notre-Dame de Paris, seit Dezember 2024 nach dem Brand wieder geöffnet; der Eintritt ist frei, eine kostenlose Reservierung spart in der Saison lange Schlangen. Gleich daneben liegt die Sainte-Chapelle mit ihren riesigen Glasfenstern. Auf der Île Saint-Louis wartet das Eis von Berthillon, gegenüber von Notre-Dame die Buchhandlung Shakespeare and Company.

Museen

Der Louvre ist zu groß für einen Tag – such dir zwei, drei Abteilungen aus. Entspannter ist das Musée d’Orsay mit den Impressionisten in einem alten Bahnhof. Wer moderne Kunst mag, geht ins Centre Pompidou oder in den Palais de Tokyo. Planst du mehr als drei Museen, lohnt sich der Paris Museum Pass; einen Zeitslot für den Louvre buchst du trotzdem vorab.

Ausblicke und Klassiker

Den Eiffelturm siehst du am schönsten vom Champ de Mars oder ohne Gedränge von der Pont de Bir-Hakeim und frühmorgens vom Trocadéro. Vom Dach des Arc de Triomphe blickst du auf die Champs-Élysées, von der kostenlosen Dachterrasse der Galeries Lafayette auf die Opéra Garnier. Oben auf dem Montmartre thront Sacré-Cœur. Für ruhige Stunden: Jardin du Luxembourg, Place des Vosges, die Promenade Plantée oder der Parc des Buttes-Chaumont.

Ausflüge

Versailles braucht einen ganzen Tag – komm früh. Disneyland Paris ebenso.

Was du in Paris essen solltest

Anreise und Reisezeit

Von Charles de Gaulle fährt die RER B ins Zentrum, von Orly die Metrolinie 14. Aus Deutschland ist der Zug oft die bequemere Wahl. Am schönsten ist Paris im Frühling und im Frühherbst; im August sind viele kleine Läden geschlossen.

Zwei Maschen in Paris: An der Sacré-Cœur knoten dir Männer ein „Freundschaftsband“ ums Handgelenk und wollen Geld dafür – Hände in die Taschen und weiter. Und beim Goldring-Trick „findet“ jemand vor dir einen Ring und will Finderlohn; der Ring ist wertloser Modeschmuck. Mehr dazu im Ratgeber zur Touristen-Abzocke.

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