Istanbul: Sehenswürdigkeiten, Stadtteile und wo du übernachtest

Für Istanbul brauchst du mindestens drei, besser vier Tage: einen für die Altstadt Sultanahmet, einen für Basare und das Goldene Horn, einen für Galata und Beyoğlu und einen halben für die asiatische Seite. Am bequemsten wohnst du in Sultanahmet, wenn du Geschichte willst, oder in Galata und Karaköy, wenn dir Cafés und Nachtleben wichtiger sind.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Istanbul

Sultanahmet: das Freilichtmuseum

Hier liegen die Klassiker dicht beieinander. Die Hagia Sophia ist heute wieder eine aktive Moschee: Das Erdgeschoss ist für Betende da, die berühmten Mosaiken siehst du als ausländischer Gast von der oberen Galerie mit eigenem Eingang und Ticket. Gegenüber steht die Blaue Moschee mit ihren sechs Minaretten und den blauen İznik-Fliesen. Ein paar Schritte weiter steigst du in die Basilika-Zisterne hinab, einen unterirdischen Säulenwald mit den kopfstehenden Medusenhäuptern. Für den Topkapı-Palast mit Harem und Schatzkammer planst du am besten einen halben Tag ein.

Etwas außerhalb liegt die Chora-Kirche (Kariye) mit byzantinischen Mosaiken. Sie ist seit 2024 wieder Moschee: außerhalb der Gebetszeiten besichtigen, Schultern und Knie bedecken, Frauen mit Kopftuch.

Basare und Goldenes Horn

Der Große Basar ist ein Labyrinth aus Tausenden Läden – Feilschen gehört dazu. Duftender und fotogener ist der Ägyptische Basar (Gewürzbasar) in Eminönü. Von dort gehst du zur Süleymaniye-Moschee, dem Meisterwerk des Baumeisters Sinan, aus deren Garten du einen der schönsten Blicke über die Stadt hast. Am Nachmittag fährst du mit der Seilbahn auf den Pierre-Loti-Hügel und trinkst einen Mokka über dem Goldenen Horn.

Galata, Beyoğlu und der Bosporus

Auf der anderen Seite der Galatabrücke steigst du zum Galataturm hinauf und läufst dann die İstiklal Caddesi entlang, die Fußgängermeile mit der roten Nostalgie-Tram. Abends lohnt die Nevizade Sokak mit ihren Meyhanes, Meze und Rakı. Am Bosporus warten der Dolmabahçe-Palast, die Ortaköy-Moschee unter der Brücke (am schönsten beleuchtet am Abend) und weiter nördlich die Festung Rumelihisarı.

Die asiatische Seite

Die beste Bosporus-Tour ist die normale Linienfähre nach Kadıköy. Dort bummelst du über den Fischmarkt von Kadıköy und gehst zum Sonnenuntergang zu den Felsen von Moda. In Üsküdar siehst du den Leanderturm im Wasser und die Silhouette von Sultanahmet im Abendlicht. Wer Zeit hat, fährt zur riesigen Çamlıca-Moschee auf dem höchsten Hügel der Stadt.

Wo übernachten in Istanbul?

StadtteilFür wen
SultanahmetErstbesuch, kurze Wege zu den Klassikern; abends ruhig
Galata & BeyoğluNachtleben, Bars, Leben bis spät
KaraköyCafés, Galerien, gute Fähr- und Tramanbindung
Kadıköy & ModaLokales Leben, entspannter, Fähre ins Zentrum
BeşiktaşJunges, lautes Viertel mit Frühstücksstraße
NişantaşıBoutiquen, schick, etwas abseits der Sehenswürdigkeiten

Für einen ersten Besuch von drei, vier Tagen ist die Kombination aus Sultanahmet und Galata kaum zu schlagen. Wer schon einmal da war, wohnt gern auf der asiatischen Seite und pendelt mit der Fähre.

Was du essen solltest

Praktische Tipps

Achtung, Schuhputzer: Ein Mann lässt vor dir seine Bürste fallen, du hebst sie auf – und er putzt dir zum Dank die Schuhe und verlangt dann viel Geld. Einfach weitergehen. Weitere Maschen findest du im Ratgeber zur Touristen-Abzocke weltweit.

Istanbul in TripGist

In TripGist sind alle hier genannten Stadtteile und Orte auf der Karte eingezeichnet, dazu weitere Geheimtipps wie Çukurcuma, SALT Galata oder der Kılıç-Ali-Paşa-Hamam. Die App ist kostenlos und ohne Werbung, für iPhone und als APK für Android. Als Nächstes vielleicht: Rom Sehenswürdigkeiten oder Dubai.

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